Namibia 2006 - Ein Reisebericht (Seite 1 von 9)

Windhuk - Waterberg

5.5.

Gegen 12.00 Uhr Ortszeit betreten wir erstmalig namibischen Boden. In Windhoek sind es angenehme 25°C, es herrscht starker Westwind, daher ist der Anflug auch recht wackelig. Windhoek selbst liegt ca. 2000 m hoch. Mir treibt es die Tränen in die Augen, dass wir es endlich hierher geschafft haben. Der Flughafen von Wndhoek ist recht übersichtlich. Hurra, auch unser Gepäck ist da. Nach dem ersten Umtausch von Euro in namibische Dollar (ca. 1:8) holen wir unser vorgebuchtes Auto am Avis-Schalter ab einen Nissan Single Cab 4WD, der zwar relativ neu sein soll aber ziemlich schlecht verarbeitet wirt. Wir fahren los in nördlicher Richtung, zunächst vom Fughafen nach Windhuk, danach über die B1 nach Okahandija und Otjiwarongo. Unser heutiges Etappenziel ist die Frans Indongo Lodge ca. 40km östlich von Otjiwarongo an der D2433 gelegen, diese Unterkunft hatten wir bereits via Internet von zu Hause gebucht und wir werden nicht enttäuscht. Obwohl wir uns mit der zu fahrenden Strecke mal wieder verrechnet hatten und somit später ankommen als gedacht, ist das ein perfekter Afrika-Einstieg. Die Lodge, ganz im Ovambo-Stil, allerdings mit dem Luxus wie esonders perfektes Bad, wie man es besonders nach so langer Reise dingend braucht, tolle Tiere schon auf dem Anfahrtsweg und auf der Farm selbst (Terrasse mit Blick auf Farm), sehr nette Gastgeber, die wir in den nächsten Tagen noch mehrfach um Rat fragen konnten. (Astrid Walter, Deutsch-Namibianerin, Alf-Walter, Ex-Dresdner).

Zu sehende Tiere:

- Perlhühner
- Webervögel und ihre Nester
- Warzenschweinfamilien
- 2 Kamele
- Springböcke
- Sehr scheue Affen, deshalb nähere Identifikation nicht möglich

P.S. Abends wird es empfindlich frisch, wahrscheinlich muss ich noch einen Zusatzpulli kaufen. Das Abendessen ist sehr lecker, Kürbissuppe u.a.

Des weiteren sehen wir Tausende von Termitenhügeln unterschiedlicher Form und viele Faszinierende Vogelarten, die wir nicht benennen können, da wir kein Vogelbuch besitzen - wie schade.

Nach dem Abendessen fallen wir recht schnell in einen erholsamen Tiefschlaf. Ungewöhnlich für Mai: Gewitter + Regen!

6.5.
Die Tage sind hier bereits sehr kurz, denn der namibische Winter steht kurz vor der Tür. Entsprechend früh geht die Sonne unter (ca. 5.30 Uhr) und morgens auch auf (gegen 6), denn die Namibier haben eine Art Winterzeit eingeführt, damit die Kinder morgens im Hellen in die Schule gehen können.

Gegen 7 Uhr Frühstück, ab 8 noch ein bisschen Small Talk mit den Walters. Diese erzählen uns von der besonders guten Regenzeit in diesem Jahr. So haben wir das Glück, alles noch so schön grün zu sehen. Frau Walter bemerkt, dass an Samstagen die Fütterung der Cheetahs (Geparden) im Cheetah Observation Fund schon um 11 Uhr starten sollte (sputen!). Denn wir wollen auch noch in den Supermarkt und in den Buchladen. Johann war sich wegen des Weges sicher, so konnte ich entsprechend zurücklehnen. Doch schon bald merkten wir, dass etwas nicht stimmen konnte und wir falsch fuhren. Und die Zeit wurde immer knapper. Aber es änderte nichts, wir mussten umkehren und kamen letztlich mit 45min Verspätung an, Johann stocksauer auf sich selbst - dabei hatte er noch mit dem Auto vollen Einsatz gezeigt und sogar noch eine Schlange überfahren, der er auf der Straße nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Doch wir hatten mehr Glück als Verstand, denn die Fütterung hatte doch noch nicht begonnen.

 

Auf dem Gelände des CCF leben aktuell 8 Tiere, der elfjährige Chewbakka, der als 3-wöchiger Waise wurde und in das Camp kam, sowie die 5jährigen Mädchen "Hermione, Ron, Dobby und Harry sowie 3 9-Monatige Babies (2 weibliche, 1 männliches). Schade, dass die Tiere, wenn einmal an Menschen gewöhnt, nie mehr in ihre natürlich Umgebung zurückfinden können. Zum Gelände gehört des weiteren ein interessantes Museum. Auf dem Rückweg treffen wir auch auf einen Luchs, der sich von uns und unserem Auto wenig beeindrucken ließ.

Auf der Rückfahrt kurzer Zwischenstopp in Otji, wo wir eigentlich im Café Carstensen einen Windbeutel essen wollen, leider hat das um 2 Uhr schon geschlossen. Im Supermarkt gibt es aber auch eine Vielzahl deutschen Backwerks, ich nehme Berliner, Johann Apfelkuchen. Gegen 15.30 zurück in der Frans Indongo Lodge, bleiben also gerade 30min für Tee und Kuchen. Danach Game Drive (2h) über die benachbarte Glinkwater-Farm

Zu sehende Tiere:
- Erdhörnchen
- Blessbock
- Springbock
- Kudu
- Zebras
- Oryx-Antilope
- Gnu
- Gelbschnabeltukan
- Gabelweihe
- 1 wunderschöne ca. 10cm große Heuschrecke, orange

Zeitverschiebung: 1 Stunde
Währung: 1 € entspricht ca. 8 Nambischen Dollar
Es geht über Stock und Stein, nach Sonnenuntergang wird es dann auch recht schell kalt, aber es ist sehr spannend, uns mit dem Auto an die Tiere anzunähern.

Abendessen: leckeres Kudu-Steak am Kamin.

Bei tollem Sternenhimmel (Kreuz des Südens) noch 1/4h genießen nach dem Abendessen - dann wird es aber zu kalt.

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